Wie magisches Denken Ihnen zu Erfolg verhilft
2010-07-17 11:12 - Gespeichert in: Gehirn
In meinem letzten Artikel habe ich auf ein merkwürdiges Nebenprodukt unserer Gehirn-Aktivität aufmerksam gemacht, dem magischen Denken. Unser Gehirn ist sehr routiniert beim Finden von Regeln. Es möchte Zusammenhänge zwischen den Dingen erklären und voraussagen können. Und wenn es einmal keinen Zusammenhang zwischen zwei Dingen gibt, dann kann es durchaus sein, dass unser Gehirn einfach eine Regel erfindet, die diesen Zusammenhang herstellt, selbst wenn da gar keiner ist!
Und es ist ein wahrer Meister im Erfinden von diesen virtuellen Regeln. Kennen Sie zum Beispiel diese Regeln: "Immer wenn ich meinen Regenschirm zu Hause vergesse, dann regnet es"? Oder "ich nehme den Regenschirm mit, damit es nicht regnet"?
Der aufgeklärte Mensch weiss, dass das Mumpitz ist. Ob es regnet oder nicht, hängt vom Wetter ab, und nicht von unserem Regenschirm. Aber irgendwie macht es ein gutes Gefühl, wenn man sich diesen abergläubischen Schlussfolgerungen hingibt. Und es schadet ja auch nichts, nicht wahr?
Solange Aberglaube nicht zwanghaft gelebt wird, schadet es wohl wirklich nicht. Wie im letzten Blog-Beitrag geschrieben ist meiner Meinung nach magisches Denken so lange akzeptabel, wie wir uns dessen bewusst sind und wie wir uns und unserem Umfeld damit nicht schaden.
Prof. Dr. Thomas Mussweiler und Dipl. Psych. Barbara Stoberock haben in verschiedenen Experimenten untersucht, ob der Aberglaube das Ergebnis einer zu erledigenden Aufgabe beeinflussen kann. Die genauere Beschreibung des Experiments kann man auf Science Daily nachlesen. Zusammengefasst lässt sich Folgendes sagen: Die Probanden sollten zur Untersuchung einen persönlichen Glücksbringer mitbringen. Sie wurden in zwei Gruppen geteilt, wobei einer Gruppe die Glücksbringer unter einem Vorwand vorenthalten wurden. Beide Gruppen erledigten darauf hin verschiedene Aufgaben. Die Gruppe ohne Glücksbringer schnitt insgesamt schlechter ab, als die Gruppe, die mit Glücksbringer arbeiten durfte.
Falls Sie also zu Prüfungen oder bei schweren Aufgaben normalerweise Ihren Glücks-Teddy dabei haben, dann sollten Sie darauf achten, ihn auch immer dabei zu haben. Denn wenn Sie eine schwere Aufgabe aus irgendeinem Grund einmal nicht mit Ihrem Teddy angehen, sinken Ihre Chancen auf ein gutes Ergebnis! Stoberock führt diese Erkenntnisse in einem Interview mit dem SWR anschaulich aus.
Was lernen wir Lifehacker daraus? Ganz einfach. Wer nie etwas mit Glücksbringern oder Talismanen zu tun hatte, der kann ruhig weiter ohne sie zu seinen gewohnten Erfolgen kommen. Wer jedoch bisher schon Glücksbringer oder Rituale genutzt hat, sollte tunlichst darauf achten, sie auch bei künftigen Aufgaben einzusetzen, weil die Anwesenheit des Glücksbringers tatsächlich in dem Sinne Glück bringen kann, dass statistisch gesehen der Erfolg der zu meisternden Aufgabe höher ausfallen wird, als ohne ihn!
Ist schon ein eigensinniges Organ, unser Gehirn!
Und es ist ein wahrer Meister im Erfinden von diesen virtuellen Regeln. Kennen Sie zum Beispiel diese Regeln: "Immer wenn ich meinen Regenschirm zu Hause vergesse, dann regnet es"? Oder "ich nehme den Regenschirm mit, damit es nicht regnet"?
Der aufgeklärte Mensch weiss, dass das Mumpitz ist. Ob es regnet oder nicht, hängt vom Wetter ab, und nicht von unserem Regenschirm. Aber irgendwie macht es ein gutes Gefühl, wenn man sich diesen abergläubischen Schlussfolgerungen hingibt. Und es schadet ja auch nichts, nicht wahr?
Solange Aberglaube nicht zwanghaft gelebt wird, schadet es wohl wirklich nicht. Wie im letzten Blog-Beitrag geschrieben ist meiner Meinung nach magisches Denken so lange akzeptabel, wie wir uns dessen bewusst sind und wie wir uns und unserem Umfeld damit nicht schaden.
Glücksbringer bringen Glück
An der Uni Köln haben Wissenschaftler der Sozialpsychologie nun gezeigt, dass Aberglaube durchaus einen Einfluss auf den eigenen Erfolg haben kann. Ja, es ist jetzt so zu sagen nachgewiesen, dass das Streicheln einer Hasenpfote Glück und Erfolg bringen kann.Prof. Dr. Thomas Mussweiler und Dipl. Psych. Barbara Stoberock haben in verschiedenen Experimenten untersucht, ob der Aberglaube das Ergebnis einer zu erledigenden Aufgabe beeinflussen kann. Die genauere Beschreibung des Experiments kann man auf Science Daily nachlesen. Zusammengefasst lässt sich Folgendes sagen: Die Probanden sollten zur Untersuchung einen persönlichen Glücksbringer mitbringen. Sie wurden in zwei Gruppen geteilt, wobei einer Gruppe die Glücksbringer unter einem Vorwand vorenthalten wurden. Beide Gruppen erledigten darauf hin verschiedene Aufgaben. Die Gruppe ohne Glücksbringer schnitt insgesamt schlechter ab, als die Gruppe, die mit Glücksbringer arbeiten durfte.
Falls Sie also zu Prüfungen oder bei schweren Aufgaben normalerweise Ihren Glücks-Teddy dabei haben, dann sollten Sie darauf achten, ihn auch immer dabei zu haben. Denn wenn Sie eine schwere Aufgabe aus irgendeinem Grund einmal nicht mit Ihrem Teddy angehen, sinken Ihre Chancen auf ein gutes Ergebnis! Stoberock führt diese Erkenntnisse in einem Interview mit dem SWR anschaulich aus.
Was lernen wir Lifehacker daraus? Ganz einfach. Wer nie etwas mit Glücksbringern oder Talismanen zu tun hatte, der kann ruhig weiter ohne sie zu seinen gewohnten Erfolgen kommen. Wer jedoch bisher schon Glücksbringer oder Rituale genutzt hat, sollte tunlichst darauf achten, sie auch bei künftigen Aufgaben einzusetzen, weil die Anwesenheit des Glücksbringers tatsächlich in dem Sinne Glück bringen kann, dass statistisch gesehen der Erfolg der zu meisternden Aufgabe höher ausfallen wird, als ohne ihn!
Ist schon ein eigensinniges Organ, unser Gehirn!
