Fokus und Effizienz mit dem Füller
2011-02-05 07:41 - Gespeichert in: Gehirn
Meistens schmunzeln die Leute um mich herum und sind ein wenig erstaunt, wenn ich meinen Füllfederhalter auspacke und beginne, mir in relativ gemächlichem Schreibtempo Notizen zu machen.
Sie sind es von mir eigentlich gewohnt, dass ich mit Laptop bewaffnet bin, das iPad im Anschlag habe und das Smart-Phone bediene. Oft ist das auch so: hier eine schnelle Notiz, die per Cloud in Nullzeit auf meinem Bürorechner landet. Dort ein Stichwort festgehalten, welches danach wie magisch in meiner Mail-Inbox auftaucht und auf die Verarbeitung wartet.
Wenn ich allerdings wichtige Themen behandle, dann sieht das bei mir ganz anders aus.
Für wirklich wichtige Dinge ist es also sehr vorteilhaft, wenn wir handschriftliche Notizen machen. Ich persönlich benutze dabei tatsächlich lieber einen Füller als einen Kugelschreiber. Denn mit dem Füller muss ich noch langsamer schreiben, als ich es mit dem Kugelschreiber täte. Er funktioniert sonst nicht richtig. Weder auf dem Papier, noch im Kopf.
Sie sind es von mir eigentlich gewohnt, dass ich mit Laptop bewaffnet bin, das iPad im Anschlag habe und das Smart-Phone bediene. Oft ist das auch so: hier eine schnelle Notiz, die per Cloud in Nullzeit auf meinem Bürorechner landet. Dort ein Stichwort festgehalten, welches danach wie magisch in meiner Mail-Inbox auftaucht und auf die Verarbeitung wartet.
Wenn ich allerdings wichtige Themen behandle, dann sieht das bei mir ganz anders aus.

Wenn ich tiefer in eine Sache einsteigen möchte, dann ist immer die Zeit für meinen papiernen Notizblock und meinen Füllfederhalter gekommen.
Wie von Anne Mangen von der University of Stavanger berichtet wird, führt das handschriftliche Festhalten von Gedanken zu mehreren vorteilhaften Effekten:
- Durch den motorischen Prozess des Schreibens werden mehr Regionen in unserem Gehirn aktiviert, als beim Tippen auf der Computer-Tastatur. Dadurch ist uns der Inhalt des Handgeschriebenen bewusster.
- Dadurch, dass man länger braucht, um die Gedanken zu Papier zu bringen, erreicht man zwei weitere Effekte:
- Erstens konzentriert man sich automatisch intensiver und länger auf eine Sache, als es beim schnellen Hintippen nötig wäre. Dadurch fokussiert man besser.
- Zweitens hat unser Gehirn durch die zum Schreiben benötigte Zeit die Gelegenheit, mehr Verbindungen mit bereits bekanntem Wissen herzustellen und so das Geschriebene und die damit verbundenen Gedanken tiefer zu verankern.
Für wirklich wichtige Dinge ist es also sehr vorteilhaft, wenn wir handschriftliche Notizen machen. Ich persönlich benutze dabei tatsächlich lieber einen Füller als einen Kugelschreiber. Denn mit dem Füller muss ich noch langsamer schreiben, als ich es mit dem Kugelschreiber täte. Er funktioniert sonst nicht richtig. Weder auf dem Papier, noch im Kopf.
