Die beste Art der Selbst-Motivation
2010-06-04 08:55 - Gespeichert in: Tipp
Generationen von Motivations-Künstlern haben es uns eingetrichtert: "Tschakka! Ich werde es schaffen!" Mit viel Klimbim und Getöse touren sie durchs Land. Sie verkünden, dass, wer etwas schaffen will, positiv denken muss. Sich sagen muss: "Ich werde es schaffen!"
Wenn es Ihnen wie mir geht, dann wissen Sie, dass es bei solchen Veranstaltungen zwar bewegende, gruppendynamische Effekte gibt. Wir Menschen sind schließlich soziale Wesen. Aber spätestens nach einmal Schlafen kommt die Ernüchterung. Das Strohfeuer der Begeisterung ist abgebrannt. Ich werde es schaffen? Ja sicher, morgen vielleicht...
Das Problem mit dieser Art der Motivation liegt darin, dass unser Gehirn zu schlau für solche Tricks ist. Es durchschaut die oberflächliche Intention, rechnet kurz Anstrengung und Gewinn der Aufgabe durch und entscheidet dann unabhängig von sämtlichen Tschakka-Gehampel.
Wenn Ihnen klar ist, dass Sie die Aufgabe erledigen, weil Sie selbst es wollen, dann sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Aber was, wenn Sie trotzdem nicht motiviert sind? Positiv denken? Nach dem Motto: "Ich werde es schaffen"?
Häufig wird empfohlen sich zu Motivations-Zwecken den fertigen Endzustand vorzustellen. Diese mental vorgezogene Erledigung der Aufgabe soll motivieren wirken.
Eine jüngere Untersuchung scheint nun aber zu zeigen, dass dieser Tipp nicht optimal wirkt. Es scheint tatsächlich viel eher so zu sein, dass nicht die Vorstellung "Ich werde es schaffen!" die besten Erfolgsaussichten bringt, sondern viel mehr die sich selbst gestellte Frage: "Werde ich es schaffen?"
Das erstaunliche Ergebnis ist, dass die Frage das bessere Ergebnis liefert. Die Ergebnisse scheinen darauf hin zu deuten, dass die intrinsische Motivation, also der eigene innere Antrieb, mehr durch das in Frage stellen des Erfolgs gefördert wird, als durch die platte Behauptung, dass man die Aufgabe schaffen werde.
Meiner Meinung nach, deckt sich diese Beobachtung mit den aktuellen Hypothesen, wie das Belohnungssystem in unserem Gehirn funktioniert. Ein Aspekt dabei ist, dass unser Gehirn sich belohnt, wenn ein Handlungs-Ergebnis besser als erwartet ist. Und genau diese Situation tritt dann ein, wenn man sich fragt, ob man eine Aufgabe schafft und diese dann tatsächlich schafft. Unser Gehirn mag so etwas!
Wenn ich mir aber von vorne herein sage, dass ich es schaffen werde, dann kann die Belohnung im Gehirn nicht mehr so hoch ausfallen, weil ja genau das vorher gesagte Ergebnis eingetreten ist! Es gibt keine positive Überraschung, wenn ich sage ich schaffe es und ich es dann wie vorhergesagt schaffe. So eine Situation ist für unser Gehirn wirklich langweilig. Solche langweiligen Situationen mag es überhaupt nicht. Es meidet sie.
Unser Gehirn wird in dieser kurzen Minute erkennen, dass die Chance auf einen Dopamin-Trip besteht. Diese Chance wird es nicht verstreichen lassen und sich selbst mit der Überraschung belohnen, die gestellte Aufgabe tatsächlich zu erledigen.
Unser Gehirn ist nun mal der beste Erfolgs-Junkie des Planeten!
Wenn es Ihnen wie mir geht, dann wissen Sie, dass es bei solchen Veranstaltungen zwar bewegende, gruppendynamische Effekte gibt. Wir Menschen sind schließlich soziale Wesen. Aber spätestens nach einmal Schlafen kommt die Ernüchterung. Das Strohfeuer der Begeisterung ist abgebrannt. Ich werde es schaffen? Ja sicher, morgen vielleicht...
Das Problem mit dieser Art der Motivation liegt darin, dass unser Gehirn zu schlau für solche Tricks ist. Es durchschaut die oberflächliche Intention, rechnet kurz Anstrengung und Gewinn der Aufgabe durch und entscheidet dann unabhängig von sämtlichen Tschakka-Gehampel.
Was ist der beste Weg, sich zu motivieren?
Als erste Voraussetzung ist es notwendig, sich über das Warum im Klaren zu werden. Warum wollen oder sollen Sie etwas tun? Manchmal ist es wirklich schwierig herauszufinden, worin der Sinn des Ganzen liegt. Warum gerade Sie, gerade jetzt, gerade hier, gerade diese Sache? Ohne diesen Sinn herausgefunden zu haben, werden Sie keine eigene innere Motivation für die Erledigung der Aufgabe entwickeln können. Nachdem Sie den Grund für Ihr Tun kennen, sollten Sie noch ermitteln, ob Sie zu der ganzen Aktion auch YES sagen können.Wenn Ihnen klar ist, dass Sie die Aufgabe erledigen, weil Sie selbst es wollen, dann sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Aber was, wenn Sie trotzdem nicht motiviert sind? Positiv denken? Nach dem Motto: "Ich werde es schaffen"?
Häufig wird empfohlen sich zu Motivations-Zwecken den fertigen Endzustand vorzustellen. Diese mental vorgezogene Erledigung der Aufgabe soll motivieren wirken.
Eine jüngere Untersuchung scheint nun aber zu zeigen, dass dieser Tipp nicht optimal wirkt. Es scheint tatsächlich viel eher so zu sein, dass nicht die Vorstellung "Ich werde es schaffen!" die besten Erfolgsaussichten bringt, sondern viel mehr die sich selbst gestellte Frage: "Werde ich es schaffen?"
Wer fragt ...
Wie Science Daily meldete, hat ein Team um Prof. Dolores Albarracin an der Southern Mississippi University Experimente durchgeführt. Es wurde untersucht, ob man sich bei konkreten Aufgaben besser dadurch motiviert, dass man sich sagt: "Ich schaffe es!" oder ob es Erfolg versprechender ist, wenn man sich die Frage stellt: "Schaffe ich es?".Das erstaunliche Ergebnis ist, dass die Frage das bessere Ergebnis liefert. Die Ergebnisse scheinen darauf hin zu deuten, dass die intrinsische Motivation, also der eigene innere Antrieb, mehr durch das in Frage stellen des Erfolgs gefördert wird, als durch die platte Behauptung, dass man die Aufgabe schaffen werde.

Wenn ich mir aber von vorne herein sage, dass ich es schaffen werde, dann kann die Belohnung im Gehirn nicht mehr so hoch ausfallen, weil ja genau das vorher gesagte Ergebnis eingetreten ist! Es gibt keine positive Überraschung, wenn ich sage ich schaffe es und ich es dann wie vorhergesagt schaffe. So eine Situation ist für unser Gehirn wirklich langweilig. Solche langweiligen Situationen mag es überhaupt nicht. Es meidet sie.
... bekommt eine Antwort
Was lernen wir Lifehacker daraus? Schicken wir den nur oberflächlich wirkenden Schlachtruf "Ich werde es schaffen!" in die Versenkung! Statt temporäre Euphorie-Stimmung herbei zu führen, fragen wir uns lieber: "Werde ich es schaffen?" Fragen wir uns eine kurze Minute lang, ob wir eine Aufgabe schaffen werden. Lassen wir zu, dass das künftige Ergebnis unseres Handelns besser ausfallen kann, als wir es uns momentan vorstellen.Unser Gehirn wird in dieser kurzen Minute erkennen, dass die Chance auf einen Dopamin-Trip besteht. Diese Chance wird es nicht verstreichen lassen und sich selbst mit der Überraschung belohnen, die gestellte Aufgabe tatsächlich zu erledigen.
Unser Gehirn ist nun mal der beste Erfolgs-Junkie des Planeten!
